Qualitätsentwicklung

Qualität gemeinsam gestalten und kontinuierlich weiterentwickeln
Pädagogische Qualität entsteht im täglichen Miteinander von Kindern, pädagogischen Fachkräften und Familien. Sie braucht fachliche Kompetenz, verlässliche Rahmenbedingungen, gemeinsame Werte und die Bereitschaft, das eigene Handeln regelmäßig zu hinterfragen.
Als Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen der Lutherstadt Eisleben verstehen wir Qualitätsentwicklung als eine gemeinsame und dauerhafte Aufgabe unserer Einrichtungen und des Trägers. Dabei verfolgen wir das Ziel, bewährte pädagogische Ansätze zu sichern, unterschiedliche Erfahrungen zusammenzuführen und unsere Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Eine wichtige Grundlage bildet unser 2017 eingeführtes Qualitätshandbuch. Es unterscheidet vier miteinander verbundene Qualitätsdimensionen: Orientierungsqualität, Strukturqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität.

Orientierungsqualität – Was leitet unser Handeln?
Unsere pädagogische Arbeit beruht auf gemeinsamen Werten, fachlichen Überzeugungen und gesetzlichen Grundlagen. Dazu gehören insbesondere die Achtung der Kinderrechte, ein wertschätzendes Bild vom Kind sowie die Orientierung an seinen individuellen Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Orientierungsqualität bedeutet für uns, dass pädagogisches Handeln nicht zufällig erfolgt, sondern auf nachvollziehbaren Grundsätzen und gemeinsamen Zielen beruht.
Diese Grundlagen finden ihren Ausdruck in unserem pädagogischen Selbstverständnis und den Konzeptionen unserer Kindertageseinrichtungen.

Strukturqualität – Welche Bedingungen schaffen wir?
Gute pädagogische Arbeit benötigt geeignete organisatorische, personelle und räumliche Rahmenbedingungen.
Zur Strukturqualität gehören unter anderem die Organisation unserer Einrichtungen, die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Beschäftigten, die fachliche Qualifizierung sowie die Gestaltung einer entwicklungsfördernden Umgebung.
Als Träger schaffen und überprüfen wir die Rahmenbedingungen unserer Arbeit im Zusammenwirken mit den Einrichtungsleitungen. Fort- und Weiterbildungen sowie der fachliche Austausch unterstützen unsere Beschäftigten dabei, ihre Kompetenzen zu erweitern und neue Erkenntnisse in die pädagogische Praxis einzubringen.
Eine wichtige Grundlage bilden außerdem die regelmäßig abgeschlossenen Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen (LEQ). Sie verbinden die Beschreibung unserer Leistungen und ihrer Finanzierung mit verbindlich vereinbarten Qualitätsanforderungen und Entwicklungszielen.

Prozessqualität – Wie gestalten wir den pädagogischen Alltag?
Prozessqualität zeigt sich besonders deutlich in der täglichen Arbeit mit den Kindern und Familien.
Sie umfasst beispielsweise die Gestaltung verlässlicher Beziehungen, die Begleitung von Eingewöhnungs- und Übergangsprozessen, die Beobachtung und Dokumentation kindlicher Entwicklung sowie die Zusammenarbeit mit den Eltern.
Gemeinsame pädagogische Standards geben unseren Fachkräften Orientierung. Gleichzeitig berücksichtigen wir die individuellen Bedürfnisse der Kinder und die unterschiedlichen pädagogischen Profile unserer Einrichtungen.
Die regelmäßige Reflexion des eigenen Handelns ist dabei ein wesentlicher Bestandteil professioneller pädagogischer Arbeit.

Ergebnisqualität – Wie überprüfen wir unsere Arbeit?
Qualitätsentwicklung setzt voraus, dass wir unsere pädagogischen und organisatorischen Ziele regelmäßig überprüfen.
Dazu gehören die Auswertung pädagogischer Erfahrungen, die Reflexion von Arbeitsprozessen sowie die Berücksichtigung von Rückmeldungen aus unseren Einrichtungen.
Auch die Perspektiven von Kindern, Eltern und Beschäftigten sind wichtige Grundlagen, um Stärken und Entwicklungsbedarfe zu erkennen.
Unser Ziel ist es, Erkenntnisse aus Evaluationen und Rückmeldungen künftig noch systematischer für die Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit zu nutzen.

Qualitätsentwicklung im Eigenbetrieb – Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Mit der Einführung unseres trägerweiten Qualitätshandbuchs im Jahr 2017 wurden gemeinsame Grundlagen für die Sicherung und Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität geschaffen.
In den folgenden Jahren entwickelten unsere Einrichtungen verschiedene Qualitätsprozesse entsprechend ihrer jeweiligen Schwerpunkte weiter. Dabei entstanden unterschiedliche Entwicklungsstände, die wir künftig wieder stärker in einem gemeinsamen Qualitätsmanagement zusammenführen möchten.
Einrichtungsübergreifende Verantwortung seit 2025
Seit 2025 übernehmen unsere Einrichtungsleitungen neben ihrer Verantwortung für die eigene Einrichtung auch einrichtungsübergreifende Aufgaben in ausgewählten Qualitätsbereichen. Dazu gehören beispielsweise Eingewöhnung und Übergänge, Beobachtung und Dokumentation, Inklusion, Partizipation, Sprachförderung und Evaluation.
Eine Überprüfung dieser Arbeitsweise im März 2026 hat gezeigt, dass fachliche Zuständigkeiten allein nicht ausreichen, um kontinuierliche Qualitätsentwicklung sicherzustellen.
Regelmäßige Qualitätszirkel ab 2027 geplant
Deshalb bereiten wir für 2027 die Einführung regelmäßiger Qualitätszirkel vor.
In diesen Arbeitskreisen sollen unsere Leitungsteams pädagogische Fragestellungen gemeinsam beraten, Erfahrungen austauschen und konkrete Entwicklungsschritte vereinbaren.
Eine wechselnde Koordination durch jeweils zwei Einrichtungsleitungen soll dabei Kontinuität und eine verlässliche Organisation gewährleisten.
Die Betriebsleitung begleitet diesen Prozess und entscheidet über die Einführung verbindlicher trägerweiter Standards. Das neue Verfahren soll zunächst ein Jahr erprobt und anschließend gemeinsam ausgewertet werden.
Qualitätsentwicklung durch verbindliche Vereinbarungen
Ein weiterer Bestandteil unserer Qualitätsentwicklung sind die regelmäßig abgeschlossenen Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen (LEQ).
Auf Grundlage des Kinderförderungsgesetzes Sachsen-Anhalt vereinbaren wir mit dem Landkreis Mansfeld-Südharz als örtlichem Träger der öffentlichen Jugendhilfe, im Einvernehmen mit der Lutherstadt Eisleben, die wesentlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb unserer Kindertageseinrichtungen.
Neben der Beschreibung unserer Leistungen und ihrer Finanzierung werden dabei auch konkrete Ziele zur Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität vereinbart.
Diese Vereinbarungen ergänzen unser internes Qualitätsmanagement und verbinden die fachliche Weiterentwicklung unserer Einrichtungen mit verbindlichen Rahmenbedingungen und gemeinsam abgestimmten Entwicklungszielen.
Unser Ziel
Wir möchten ein lebendiges Qualitätsmanagement gestalten, das gemeinsame Standards sichert, die unterschiedlichen Erfahrungen unserer Einrichtungen nutzt und die pädagogische Qualität nachhaltig weiterentwickelt.t.

Grundlagen und Downloads
Die Qualitätsentwicklung des Eigenbetriebes orientiert sich an gesetzlichen und fachlichen Grundlagen sowie an unseren trägerinternen Regelungen.
Die nachfolgende Übersicht bietet Zugang zu ausgewählten öffentlich verfügbaren Grundlagen. Interne Arbeitsunterlagen, Verfahrensbeschreibungen und Dokumentationen unseres Qualitätsmanagements werden nicht veröffentlicht.
Dokument / Rechtsgrundlage | Bedeutung für die Qualitätsentwicklung | Zugriff |
Bildungs- und Förderauftrag, pädagogische Konzeptionen und Evaluation | externer Link | |
Anforderungen an den Betrieb, die Konzeption sowie Qualitätssicherung und -entwicklung | externer Link | |
§ 79a SGB VIII – Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe | Entwicklung, Anwendung und Überprüfung von Qualitätsmaßstäben durch die öffentliche Jugendhilfe | externer Link |
§§ 78b und 78c SGB VIII – Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen | Rechtlicher Rahmen für die Vereinbarung von Leistungen, Qualitätsmerkmalen und Entgelten | externer Link |
Kinderförderungsgesetz Sachsen-Anhalt (KiFöG LSA), insbesondere § 11a | Landesrechtliche Grundlagen und Vereinbarungen über den Betrieb von Tageseinrichtungen | externer Link |
Verbindliche fachliche Grundlage der pädagogischen Arbeit und des Qualitätsmanagements | externer Link |



